Workshops Samstag
Montag, 2. Oktober, 10:00-12:30 und 13:30-16:00
Hochschule für Musik und Theater, Dittrichring 21
Teilnahmegebühr: 50 € / ermäßigt: 30 €
- Tastenimprovisation im 18. Jahrhundert. Präludien, Fugen und mehr. Techniken, Tricks, Kniffe und Strategien. Für Cembalisten und Organisten.

Leonard Schick
wurde in Lausanne (Schweiz) geboren und lernte als Kind Geige und Cembalo am Conservatoire de Lausanne. Anschließend ging er nach Basel um an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jesper Christensen und Jörg-Andreas Bötticher Cembalo sowie Orgel bei Tobias Lindner zu studieren. Ein Aufbaustudium Orgelimprovisation führte ihn ins niederländische Groningen zu Sietze de Vries.
Das fantasieren oder extemporiren erlernte er ebenfalls an der Schola Cantorum bei Dirk Börner und Emmanuel le Divellec sowie auf Meisterkursen bei Rudolf Lutz. Auch nahm er Kompositionsunterricht bei Gaël Liardon und Hendrik Bouman.
- Trecento: Im 14. Jh in Italien finden sich Traktate und Beispiele für improvisierten Kontrapunkt. Vokal.

Niels Berentsen
ist Sänger, Forscher und Musikpädagoge mit Spezialisierung auf die Musik des Spätmittelalters und der Renaissance. Er ist Dozent an der Haute école de musique de Genève (HES-SO) und unterrichtet Kontrapunkt, musikalische Rhetorik und Forschung. Als Wissenschaftler erforscht er Techniken der polyphonen Improvisation und Komposition in der Zeit von 1300-1500. Er ist Leiter des Ensembles Diskantores, dessen erste Aufnahme Hollandse Fragmenten (muso, 2021) von der Kritik sehr gelobt wurde, und tritt regelmäßig mit Ensembles wie Chiome d’Oro (Genf) und Capella Sancta Maria (Amsterdam) auf.
- Grounds, Chacone e Folie / Präludieren und Fantasieren. Für alle Instrumente in 415Hz

Matthieu Camilleri
wurde auf der Barockvioline an der Schola Cantorum Basiliensis bei Chiara Banchini ausgebildet. Er spezialisierte sich beim Organisten Rudolf Lutz auf historische Improvisationspraxis (2008 Abschluss an der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Master in dieser Disziplin). Er improvisiert allein oder im Ensemble und konzertiert im In- und Ausland in verschiedenen Musikfestivals, wie das Festival des Musiques Improvisées de Lausanne, Forum alte Musik Zürich, Tartini Festival Pirano, Embaroquement, Musique Vivantes, Bach en Combrailles, etc.
Er gab Meisterkurse an der Schola Cantorum Basiliensis, den Conservatoires National Supérieur de Musique in Lyon und Paris, an der Royal Academy of Music London, beim Festival de musique improvisée de Lausanne und an der Académie de Monaco.
2018 erschien seine CD aus geschriebenen Stücken Tartinis und Improvisationen, Senti lo mare.
Mit seinem eigenen Ensemble Les Récréations nahm er unter anderen die Sonate a Quattro von Alessandro Scarlatti fürs Label Ricercar auf (Diapason d’Or), und spielt in zahlreichen Festivals (Lanvellec, La Chaise Dieu, Sinfonia, Ribeauvillé, Bach en Combrailles, Souvigny, u. a.) oder Konzertsälen (Villa Borghese in Roma, Warschauer Philharmonie, Casino Basel, Scala in Paris…) sowie für den WDR3 in Köln und Radio France Musique.
- Ostinato basses, variations etc. For all instruments in 440Hz (in english)

Carlos Julian Fernandez Bollo
wurde 2000 in Mugardos (Galicien, Spanien) geboren und gilt schon heute als einer besten Orgelimprovisatoren in Stilistiken des 17. und 18. Jahrhunderts. Nach Studien von Klavier und Improvisation kam er 2018 nach NL-Groningen, wo er unter seinen Orgellehrern Erwin Wiersinga und Theo Jellema sein Studium summa cum laude abschloss. Besonders bemerkenswert ist seine daran anschließende Spezialisierung auf historische Improvisation, die er in seinem Masterstudium bei Sietze de Vries ebenda perfektionierte.
Kürzlich wurde er beim 5. Francisco-Salinas-Orgelwettbewerb in Burgos, Spanien, mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Er war Titularorganist der Kathedrale von Mondoñedo (Lugo, Spanien), und ist seit 2024 Titularorganist der Kathedrale in León (Spanien).
Die Teilnehmer wählen mit ihrer Anmeldung, welches Thema / welchen Dozenten sie besuchen. Vor Kursbeginn sind noch Wechsel der Gruppe möglich, während die Kurse laufen sind Wechsel nicht mehr erwünscht.