AlteMusik-JamSession mit Tanz

Samstag, 25. September
ab 21:00

Hochschule für Graphik und Buchkunst, Atrium

(im Anschluss an das Konzert)

Forum für alle spontanen Musiker*innen und Tänzer*innen

Sessionmaster: Michael Spiecker
Tanzmeisterin:
Mareike Greb

Martin Erhardt (Halle/Leipzig)

Martin Erhardt widmet sich gleichermaßen Kunst und Pädagogik, Theorie und Praxis, Improvisation, Komposition und Interpretation in Mittelalter, Renaissance und Barock. Er unterrichtet einerseits historische Improvisation und Musiktheorie an den Hochschulen in Weimar und Leipzig sowie Blockflöte am Konservatorium in Halle – andererseits konzertiert er auch als Blockflötist, Cembalist, Organist, Portativspieler und Sänger, u.A. in den Ensembles all‘improvviso und Nusmido. Er ist der Autor des Lehrbuchs »Improvisation mit Ostinatobässen« sowie Leiter von EX TEMPORE (Leipziger Improvisationsfestival für Alte Musik) und BACHs MAL SELBST (Internationaler Improvisationswettbewerb für Alte Musik Ensembles in Weimar).

Workshops Sonntag

Sonntag, 5. Oktober, 10:00–12:30 und 13:30–16:00

Hochschule für Musik und Theater, Dittrichring 21

Teilnahmegebühr: 50 € / ermäßigt: 30 €

  • Contrapunto & Passaggi: Vokalimprovisation in der Spätrenaissance.

Iason Marmaras

ist Tasteninstrumentalist, Sänger und Dirigent. Er studierte in Den Haag und Basel und lehrt momentan Improvisation, Generalbass und Vokalensemble an der mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er ist Gründer und Leiter der Schola Cantorum Sancti Pauli, einer Schule der Polyphonie der Renaissance in Kooperation mit dem Athener Konservatorium und der Anglikanischen Kirche St. Paul in Athen. Er leitet ihre Vokalensembles, die Cantores & Cappella Sancti Pauli, bei monatlichen Renaissance Evensongs in der St. Paul-Kirche, bei Lateinischen Renaissance Vespern in der St. Dionysius-Kathedrale in Athen und auch bei Konzerten in Griechenland sowie im Ausland. Er ist u.A. Cembalist im APOLLΩN Ensemble, Organist im Viadana Collective und Sänger bei La Risonanza (Fabio Bonizzoni). Er gewann den 1. Preis der „First International Basso Continuo and Partimento Realization Competition“ (2019), sowie den 1. Preis des Berliner Bach-Wettbewerbes (2018) mit dem Ensemble Chorda Elegans. Mit zahlreichen weiteren Ensembles ist er weltweit unterwegs, und als Cembalist im Scroll Ensemble war er bereits mehrfach Gast bei EX TEMPORE.

  • Kontrapunkt & Diminutionen in der Spätrenaissance. Für alle Instrumente in 415Hz

Josué Melendez

studierte an der Universität von Mexiko und gründete das erste Festival für Alte Musik Mexikos, wo er L’Orfeo von Claudio Monteverdi und viele andere Projekte dirigierte. 1997 zog er nach Den Haag wo er zwei Blockflöten-Diplome am Koninklijk Conservatorium abschloss. Von 2002 bis 2006 studierte er Zink an der Schola Cantorum Basiliensis bei Bruce Dickey. Seitdem arbeitet er als Zinkenist und Blockflötist weltweit in Konzerten und CD Aufnahmen mit führenden Ensembles der Alten Musik, wie Concerto Palatino, La Fenice, Les Cornets Noirs, Musica Fiata, Oltremontano, Nederlandse Bach Vereniging und mit renommierten Dirigenten wie Ton Koopman, Jordi Savall, Phillip Herreweghe, Paul van Nevel, Thomas Hengelbrock, Sigiswald Kuijken u.a. Josué Meléndez ist Spezialist für barocke Improvisation und unterrichtet an den Musikhochschulen in Trossingen, Bremen und Frankfurt.

  • Diminutionen & Kontrapunkt in der Spätrenaissance. Für alle Instrumente in 440Hz)

Catherine Motuz

verfolgt eine aktive Karriere als Interpretin, Lehrerin und Gelehrte. Sie war Co-Direktorin des Ensembles La Rose des Vents in Montreal und ist ebenfalls Gründungsmitglied von I Fedeli. Sie trat als Solistin bei dem Midsommer Barock Festival in Kopenhagen sowie in Österreich und der Schweiz mit dem Countertenor Alex Potter auf. Catherine hat an der McGill University, der Université de Montréal, und dem Royal Conservatoire of the Hague unterrichtet und ist derzeit Dozentin für historische Posaune an der Schola Cantorum Basiliensis. Catherine Motuz stammt aus Ottawa, Canada, und studierte von 2004 bis 2011 Historische Posaune bei Charles Toet an der Schola Cantorum Basiliensis. Als Forscherin widmet sie sich in ihren Schwerpunkten der historischen Improvisationspädagogik und den Vorstellungen über den musikalischen Ausdruck und Ästhetik im 16. Jahrhundert.

Die Teilnehmer wählen mit ihrer Anmeldung, welches Thema / welchen Dozenten sie besuchen. Vor Kursbeginn sind noch Wechsel der Gruppe möglich, während die Kurse laufen sind Wechsel nicht mehr erwünscht.


Michael Spiecker (Leipzig)

Michael Spiecker studierte Violine in München, Dresden und Birmingham und Barockvioline in Leipzig. Seit 2007 wirkte er in verschiedenen deutschen Orchestern wie den Nürnberger Symphonikern und den Sächsischen Landesbühnen. Er gründete das Barockensemble „Les Matelots“, das sich die Wiederbelebung der barocken Improvisationskultur zum Ziel gesetzt hat. 2014 erschien die erste CD dieses Ensembles mit Tänzen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Kammermusikalische Projekte führten den Geiger in viele Länder Europas und nach Israel. Als Musiker im Trio Zeitsprung verbindet er seine Vergangenheit als studierter protestantischer Theologe mit seinem heutigen künstlerischen Beruf. Mit seinem Ensemble all‘improvviso erschien 2017 das Album „Ohrwürmer auf Reisen“. Er unterrichtete Violine an verschiedenen Musikschulen und gab Kurse für historische Improvisation für die „Prätorianer Leipzig“ und bei EX TEMPORE. Derzeit leitet er die Musikschule Schwabach.

Mareike Greb (Leipzig)

Die Tänzerin und Schauspielerin mit Schwerpunkt auf „Historischer Aufführungspraxis“ begann sich bereits mit 16 Jahren nach einer Ballettausbildung am Theater der historischen Tanzkunst zu widmen und lernte neben ihrer Mitgliedschaft im Ensemble Tourdion (Saarland) bei Lieven Baert, Véronique Daniels, Markus Lehner, Barbara Sparti, Kaj Sylegard u. A. Sie leitet mehrere Ensembles, wie die Erfurter Tanzgilde und die Torgauer Renaissancetänzer, ist selbst Mitglied des Ensemble Les Apricots und ist solo und in verschiedenen Besetzungen mit Kursen und Auftritten international unterwegs, u. a. ist sie Leiterin der Abteilung Musiktheater an der Musikschule Merzig und Dozentin beim Wittenberger Renaissancemusikfestival.

In ihrem Studium der Theaterwissenschaften, Musikwissenschaften und Komparatistik an der Universität Leipzig beschäftigte sie sich auch wissenschaftlich intensiv mit den Tänzen und dem Theater in Mittelalter, Renaissance und Frühbarock und veröffentlichte 2008 eine Arbeit zur Tanzanthropologie „Die Gaillarde und ihr Erbe“.

Jostein Gundersen (Bergen)

Jostein Gundersen unterrichtet seit 2011 an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig das Fach historische Improvisation und war schon in den vergangenen Editionen des Leipziger Improvisationsfestivals mehrfacher Workshopdozent und Sessionmaster. Neben seiner Tätigkeit in Leipzig leitet er eine Blockflötenklasse an der Grieg-Akademie in seiner norwegischen Heimatstadt Bergen. Dort graduierte er 2009 im Norwegian Programme for artistic research (äquivalent zum akademischen PhD) als erster Künstler mit dem Fokus auf Alter Musik.

Workshops Freitag

3. Oktober, 10:00-12:30 und 13:30-16:00

Hochschule für Musik und Theater, Dittrichring 21

Teilnahmegebühr: 50 € / ermäßigt: 30 € / Schülerworkshop: 20 €

  • Improtechniken über einfache „Standards“ aus Renaissance und Barock, die in den folgenden Sessions gespielt werden. Für alle Instrumente in 415Hz.

Jostein Gundersen

ist Vize-Dekan für Forschung an der Fakultät für Kunst, Musik und Design an der Universität von Bergen, wo er Blockflöte und Musiktheorie unterrichtet. Von 2011 bis 2022 war er Dozent für historische Improvisation an der HMT Leipzig und ist dem Stammpublikum von EX TEMPORE bestens bekannt. 2009 graduierte er im Norwegian Programme for artistic research (äquivalent zum akademischen PhD) als erster Künstler mit dem Fokus auf Alter Musik.

  • JamSession Fitnesstraining. Für alle Instrumente in 440Hz

Ian Harrison

spielt Schalmei, Zink, Flageolett und historische Dudelsäcke und hat sich auf improvisierte und komponierte Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barock sowie auf historische Volksmusik spezialisiert. Er ist die eine Hälfte des Duos Poul Høxbro/Ian Harrison und Leiter des Ensemble Inventio. Er ist Mitglied mehrerer führender Ensembles, wie Sequentia (Leitung: Benjamin Bagby), Hirundo Maris (Leitung: Arianna Savall und Petter Johansen) und Candens Lilium (Leitung: Norbert Rodenkirchen). Von 1993 bis 2021 war er Co-Leiter des Mittelalter- und Renaissance-Bläserensembles Les haulz et les bas und von 2012 bis 2021 Co-Leiter von The Early Folk Band. Er unterrichtet Schalmei und alta capella an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel, und historische Improvisation an den Musikhochschulen Frankfurt und Weimar.

  • Impro in Alter Musik für Kinder & Jugendliche (11-18 Jahre), alle Instrumente und Gesang, 440Hz

Du spielst schon seit ein paar Jahren ein Instrument, magst Barockmusik und möchtest nicht nur aufgeschriebene Noten abspielen? Dann bist du hier richtig!

Michael Spiecker

studierte Violine in München, Dresden und Birmingham und Barockvioline in Leipzig. Er ist Gründungsmitglied im Ensemble all’improvviso und „Les Matelots“, die sich die Wiederbelebung der barocken Improvisationskultur zum Ziel gesetzt haben. Als Musiker im Trio Zeitsprung verbindet er seine Vergangenheit als Theologe mit seinem heutigen künstlerischen Beruf. Er unterrichtete Violine an verschiedenen Musikschulen und ist seit 2017 Leiter der Musikschule Schwabach. Kurse für historische Improvisation gab er u.A. für die „Prätorianer Leipzig“ und regelmäßig bei EX TEMPORE.

  • Ornamente in Bassadanza und Saltarello des Quattrocento. Für TänzerInnen.

Hubert Hazebroucq

ist professioneller Tänzer, Choreograph und Lehrer, der sich seit 1998 auf historische Tänze spezialisiert hat. Er ist mit vielen Barock- und Renaissance-Tanzkompanien aufgetreten und war Assistent von Christine Bayle.
Er ist künstlerischer Leiter der Kompanie Les Corps Eloquents, die 2008 gegründet wurde und in vielen europäischen Ländern (Niederlande, Deutschland, England…) auftritt.

Als Choreograf wird er regelmäßig von Musikensembles eingeladen (u.a. Doulce Mémoire für ein Projekt über François den Ersten). Er ist auch ein unabhängiger Forscher und hat einen Master-Abschluss über Tanztechnik im 17. Jh. Er arbeitet mit akademischen Forschern zusammen und hat dreimal das Stipendium für die Forschung und das Repertoire vom Centre national de la Danse in Paris erhalten. Seit 2024 unterrichtet er historischen Tanz an der Schola Cantorum Basiliensis.

Mareike Greb

ist Tänzerin und Schauspielerin mit Schwerpunkt auf historischer Aufführungspraxis. Sie unterrichtet historischen Tanz an der HMT Leipzig, leitet die Erfurter Tanzgilde und die Torgauer Renaissancetänzer und tritt bei zahlreichen historischen Bällen als Tanzmeisterin auf. In ihrem Studium der Theaterwissenschaften, Musikwissenschaften und Komparatistik an der Universität Leipzig beschäftigte sie sich auch wissenschaftlich intensiv mit Tanz in Mittelalter, Renaissance und Barock und veröffentlichte 2008 eine Arbeit zur Tanzanthropologie „Die Gaillarde und ihr Erbe“.

Die Teilnehmer wählen mit ihrer Anmeldung, welches Thema / welchen Dozenten sie besuchen. Vor Kursbeginn sind noch Wechsel der Gruppe möglich, während die Kurse laufen sind Wechsel nicht mehr erwünscht.



Workshops Samstag

Montag, 2. Oktober, 10:00-12:30 und 13:30-16:00

Hochschule für Musik und Theater, Dittrichring 21

Teilnahmegebühr: 50 € / ermäßigt: 30 €

  • Tastenimprovisation im 18. Jahrhundert. Präludien, Fugen und mehr. Techniken, Tricks, Kniffe und Strategien. Für Cembalisten und Organisten.

Leonard Schick

wurde in Lausanne (Schweiz) geboren und lernte als Kind Geige und Cembalo am Conservatoire de Lausanne. Anschließend ging er nach Basel um an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jesper Christensen und Jörg-Andreas Bötticher Cembalo sowie Orgel bei Tobias Lindner zu studieren. Ein Aufbaustudium Orgelimprovisation führte ihn ins niederländische Groningen zu Sietze de Vries.

Das fantasieren oder extemporiren erlernte er ebenfalls an der Schola Cantorum bei Dirk Börner und Emmanuel le Divellec sowie auf Meisterkursen bei Rudolf Lutz. Auch nahm er Kompositionsunterricht bei Gaël Liardon und Hendrik Bouman.

  • Trecento: Im 14. Jh in Italien finden sich Traktate und Beispiele für improvisierten Kontrapunkt. Vokal.

Niels Berentsen

ist Sänger, Forscher und Musikpädagoge mit Spezialisierung auf die Musik des Spätmittelalters und der Renaissance. Er ist Dozent an der Haute école de musique de Genève (HES-SO) und unterrichtet Kontrapunkt, musikalische Rhetorik und Forschung. Als Wissenschaftler erforscht er Techniken der polyphonen Improvisation und Komposition in der Zeit von 1300-1500. Er ist Leiter des Ensembles Diskantores, dessen erste Aufnahme Hollandse Fragmenten (muso, 2021) von der Kritik sehr gelobt wurde, und tritt regelmäßig mit Ensembles wie Chiome d’Oro (Genf) und Capella Sancta Maria (Amsterdam) auf.

  • Grounds, Chacone e Folie / Präludieren und Fantasieren. Für alle Instrumente in 415Hz

Matthieu Camilleri

wurde auf der Barockvioline an der Schola Cantorum Basiliensis bei Chiara Banchini ausgebildet. Er spezialisierte sich beim Organisten Rudolf Lutz auf historische Improvisationspraxis (2008 Abschluss an der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Master in dieser Disziplin). Er improvisiert allein oder im Ensemble und konzertiert im In- und Ausland in verschiedenen Musikfestivals, wie das Festival des Musiques Improvisées de Lausanne, Forum alte Musik Zürich, Tartini Festival Pirano, Embaroquement, Musique Vivantes, Bach en Combrailles, etc.

Er gab Meisterkurse an der Schola Cantorum Basiliensis, den Conservatoires National Supérieur de Musique in Lyon und Paris, an der Royal Academy of Music London, beim Festival de musique improvisée de Lausanne und an der Académie de Monaco.

2018 erschien seine CD aus geschriebenen Stücken Tartinis und Improvisationen, Senti lo mare.

Mit seinem eigenen Ensemble Les Récréations nahm er unter anderen die Sonate a Quattro von Alessandro Scarlatti fürs Label Ricercar auf (Diapason d’Or), und spielt in zahlreichen Festivals (Lanvellec, La Chaise Dieu, Sinfonia, Ribeauvillé, Bach en Combrailles, Souvigny, u. a.) oder Konzertsälen (Villa Borghese in Roma, Warschauer Philharmonie, Casino Basel, Scala in Paris…) sowie für den WDR3 in Köln und Radio France Musique.

  • Ostinato basses, variations etc. For all instruments in 440Hz (in english)

Carlos Julian Fernandez Bollo

wurde 2000 in Mugardos (Galicien, Spanien) geboren und gilt schon heute als einer besten Orgelimprovisatoren in Stilistiken des 17. und 18. Jahrhunderts. Nach Studien von Klavier und Improvisation kam er 2018 nach NL-Groningen, wo er unter seinen Orgellehrern Erwin Wiersinga und Theo Jellema sein Studium summa cum laude abschloss. Besonders bemerkenswert ist seine daran anschließende Spezialisierung auf historische Improvisation, die er in seinem Masterstudium bei Sietze de Vries ebenda perfektionierte.

Kürzlich wurde er beim 5. Francisco-Salinas-Orgelwettbewerb in Burgos, Spanien, mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Er war Titularorganist der Kathedrale von Mondoñedo (Lugo, Spanien), und ist seit 2024 Titularorganist der Kathedrale in León (Spanien).

Die Teilnehmer wählen mit ihrer Anmeldung, welches Thema / welchen Dozenten sie besuchen. Vor Kursbeginn sind noch Wechsel der Gruppe möglich, während die Kurse laufen sind Wechsel nicht mehr erwünscht.