Anno 1630: Zink über Chor

Samstag, 23. September

1930

Museum der bildenden Künste

Eintritt 15 / 10 €

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Anno 1630: Zink über Chor; Werke von Schütz, Calvisius, Gabrieli u. A.

Doron D. Sherwin (USA) - Zink &
Vocalconsort Leipzig unter Leitung von Gregor Meyer (D)

„Le cornet est semblable à l'éclat d'un rayon de soleil, qui paroist dans l'ombre ou dans les ténèbres.“
„Der Klang des Zinken erinnert an einen Sonnenstrahl, der aus dem Schatten oder der Finsternis hervorbricht.“
Marin Mersenne, Harmonie universelle (1636)

In der atemberaubenden Akustik des Museums der bildenden Künste wird Doron Sherwin, der Star des Abends, den Klang des Vocalconsort Leipzig mit seinen improvisierten Diminutionen krönen.

Doron Sherwin (Bologna)

Doron Sherwin (Bologna)
Doron Sherwin (Bologna)

Doron David Sherwin wurde 1962 in Los Angeles (USA) geboren. Beide Eltern waren Nachtclubsänger, und er interessierte sich für Alte Musik schon in einem sehr frühen Alter. Sherwin lernte verschiedene Blasinstrumente spielen, bevor er zum Zink kam. Die Entscheidung, sich auf dieses schwierige und relativ unbekannte Instrument zu spezialisieren führte in nach Basel, wo er bei Bruce Dickey studierte. Dickey und Sherwin spielten über 15 Jahre lang auf der ganzen Welt in Konzerten und Aufnahmen des Concerto Palatino zusammen, sowie auch in anderen bekannten Ensembles wie den Taverner Players, das Amsterdamer Barockorchester, Hesperion XX, Tragicomedia, Cantus Cölln und L’Arpeggiata (Christina Pluhar).

Als Spezialist für Improvisationsstile des Mittelalters und der Renaissance gab er Kurse an der Accademia Siena, dem Konservatorium Vicenza, in Trondheim, Fribourg, Urbino, Göteborg und Basel. Beim Jazzfestival von Verona 2001 wurde er dazu eingeladen, zusammen mit dem berühmten Jazztrompeter Kenny Wheeler zu improvisieren. Von 1994 bis 2003 unterrichtete er Zink und historische Improvisation an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.

 

Vocalconsort Leipzig

Vocalconsort Leipzig
Vocalconsort Leipzig

Das Vocalconsort Leipzig wurde 1999 auf Initiative des jetzigen Gewandhauschorleiters Gregor Meyer gegründet. Das Ensemble hat sich vor allem durch die einfühlsame wie lebendige Interpretation geistlicher Chormusik zwischen Barock und Romantik einen Namen gemacht. Unter anderem gehörte das Vocalconsort Leipzig zu den Preisträgern des Internationalen Robert-Schumann-Chorwettbewerbes, aus dem es mit einem Goldenen Diplom hervorging. Die rund 30 Sänger haben durchweg eine solide musikalische Ausbildung genossen und überzeugen als semiprofessionelles Ensemble durch ihre jugendliche Frische und ausgeprägte Musizierfreude. Das Kernrepertoire rankt sich um Mitteldeutsche Barockmusik bis 1700. Das Vocalconsort Leipzig singt regelmäßig in der Leipziger Thomaskirche, dem Gewandhaus und in der Dresdner Kreuzkirche, tritt beim Bachfest und den Mendelssohn-Festtagen Leipzig auf und ist regelmäßig auf Deutschlandradio Kultur und MDR-Figaro zu erleben. In den letzten Jahren kam es zu einer regen Zusammenarbeit mit den Organisten Johannes Unger, Matthias Eisenberg und Stefan Engels, sowie mit den Ensembles NOEMA, camerata lipsiensis, The Playfords, Mud Mahaka und dem Leipziger GewandhausChor. Unter dem Titel „Frohlocket“ erschien 2007 die Debüt-CD des Ensembles. Weitere Veröffentlichungen sind die Gesamteinspielung der geistlichen Chormusik von Sigfrid Karg-Elert in Zusammenarbeit mit dem GewandhausChor, sowie eine CD mit Volks- und Liebesliedern „Kumm bi de Nacht“. Im Juli 2009 veröffentlichte das Vocalconsort seine vierte CD mit Werken des Thomaskantors Sethus Calvisius. Hervorzuheben ist weiterhin das soziale Engagement des Ensembles. Unter anderem unterstützt das Vocalconsort Leipzig seit 2008 die Arbeit der „Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig“ durch ein vorweihnachtliches Benefizkonzert und führte bereits zum zweiten Mal das Weihnachtsoratorium in der JVA Wachau auf.

 

Gregor Meyer (Leipzig)

Gregor Meyer (Leipzig)
Gregor Meyer (Leipzig)

Gregor Meyer studierte in Leipzig Chorleitung und Kirchenmusik u. a. bei Arvid Gast, Roland Börger, Martin Schmeding, David Timm und Morten Schuldt-Jensen. Bereits zu Studienzeiten arbeitete Gregor Meyer als Chordirigent mit Ensembles unterschiedlicher Größe und Ausrichtung. So gründete er im Herbst 1999 das Vocalconsort Leipzig und rief die Solistenformationen Concerto Sacro und Opella Musica ins Leben. Gregor Meyer war Stipendiat des Freundeskreises der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Als Leiter des GewandhausChores arbeitet er mit international angesehenen Dirigenten wie Riccardo Chailly, Lothar Zagrosek, Herbert Blomstedt, Trevor Pinnock, Dennis Russell Davis oder Christopher Hogwood und mit verschiedenen Orchestern, beispielsweise dem Mendelssohnorchester Leipzig, der camerata lipsiensis oder der Merseburger Hofmusik zusammen. Inzwischen gibt Gregor Meyer seine Erfahrungen als Chordirigent auch an Studenten weiter. Im Wintersemester 2006/07 leitete er den Hochschulchor der Leipziger Musikhochschule und bekleidete ein Tutorat im Fach Chorleitung. Seit Beginn des Jahres 2010 erfüllt er außerdem einen Lehrauftrag für Chordirigieren an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle. Neben seiner Arbeit als Chordirigent zeigt Gregor Meyer seine musikalische Vielseitigkeit auch als Arrangeur (u. a. für das Calmus-Ensemble und das ensemble amarcord). Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn bisher u. a. in die Dresdner Kreuzkirche, die Komische Oper und das Schauspielhaus Berlin, zum Rheingau Musik Festival und zum Schleswig Holstein Musik Festival sowie ins Ausland. Ferner gehören Rundfunk- und CD-Produktionen zu seinem Schaffen.

 

 

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