Workshops Musik

Samstag, 23. September

1000-1230

1330-1600

Hochschule für Musik und Theater,
Dittrichring 21

Teilnahmegebühr:
40 / ermäßigt 25 €

Anmeldung online möglich

Anmeldung für Workshop für Kinder &Jugendliche online möglich

Rudolf Lutz (CH):
Tasteninstrumente

Michael Spiecker (D):
alle Instrumente in 415 Hz

Corina Marti (CD):
alle Instrumente in 440 Hz

Vivabiancaluna Biffi (I):
vokal

Annegret Fischer (D):
alle Instrumente, für Kinder und Jugendliche (ca. 11-18 Jahre)

Die Teilnehmer finden sich kurz vor 10 Uhr in Raum 104 ein, und können dann wählen, welches Thema / welchen Dozenten sie besuchen. Ein Wechsel der Gruppe während die Kurse schon laufen ist nicht mehr möglich.

Rudolf Lutz (St. Gallen)

Rudolf Lutz (St. Gallen)
Rudolf Lutz (St. Gallen)

Der Organist, Cembalist, Dirigent und Pädagoge Rudolf Lutz ist insbesondere als Improvisator an vielen Festivals und Konzerten gefragt. Zu seinen festen Engagements gehören Auftritte und Kurse in der Schweiz an den Festivals La Folia in Rougemont, am Festival de musique improvisée de Lausanne (FMIL) und am Festival d'orgue in Romeinmôtier. Im Ausland ist er regelmäßiger Gast an der Bachwoche Ansbach, am Münchner Orgelherbst, in Japan an den Tokyo Improvisation Factory und Osaka Improvisation Factory (Tokif und Osif), die er mitbegründet hat.Rudolf Lutz war von 1991 bis 2014 Dozent an der Schola Cantorum Basiliensis, wo er zahlreiche Studenten im Master historische Improvisation betreut und die FBI (Forschungsgruppe Basel für Improvisation) ins Leben gerufen hat.

Rudolf Lutz improvisiert auch zu Text und Bild: Regelmäßig tritt er mit dem Lyriker Werner Lutz auf oder improvisiert zu Malerei im Museum. Er ist der künstlerische Leiter des Großprojekts der St. Galler Bach-Stiftung, die über mehrere Jahrzehnte das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs aufführt. 2006 erhielt er den Kulturpreis das Kantons St. Gallen, und 2015 wurde er mit dem renommierten STAB-Preis der Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur geehrt.

 

Michael Spiecker (Leipzig)

Michael Spiecker (Leipzig)
Michael Spiecker (Leipzig)

Michael Spiecker studierte Violine in München, Dresden und Birmingham und Barockvioline in Leipzig. Seit 2007 wirkte er in verschiedenen deutschen Orchestern wie den Nürnberger Symphonikern und den Sächsischen Landesbühnen. Er gründete das Barockensemble "Les Matelots", das sich die Wiederbelebung der barocken Improvisationskultur zum Ziel gesetzt hat. 2014 erschien die erste CD dieses Ensembles mit Tänzen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Kammermusikalische Projekte führten den Geiger in viele Länder Europas und nach Israel. Als Musiker im Trio Zeitsprung verbindet er seine Vergangenheit als studierter protestantischer Theologe mit seinem heutigen künstlerischen Beruf. Er unterrichtet Violine an verschiedenen Musikschulen und gab Kurse für historische Improvisation für die „Prätorianer Leipzig“ und beim Leipziger Improvisationsfestival.

 

Corina Marti (Basel)

Corina Marti (Basel)
Corina Marti (Basel)

Nach Studien in barocker Aufführungspraxis auf der Blockflöte und dem Cembalo spezialisierte sich Corina Marti auf frühe Flöten und das Repertoire aus dem Spätmittelalter und der frühen Renaissance, worin sie einen Abschluss an der Schola Cantorum in Basel unter Anleitung von Pierre Hamon und Kathrin Bopp erhielt. 1999 gewann sie den 1. Preis beim Friedl-Wald Wettbewerb (Schweiz) und 2003 den 1. Preis von J. Kulsky (Polen).

Corina Marti hat die Musik des Spätmittelalters und der frühen Renaissance in Europa, dem mittleren Osten, den USA, Südamerika und Japan aufgeführt, eingespielt und unterrichtet. Seit 2003 unterrichtet sie an der Schola Cantorum in Basel frühe Flöten- und Tasteninstrumente. Ihre Aufführungen auf diesen Instrumenten und ihre Forschungsarbeit zu deren Geschichte und Bau trugen zur Wiederbelebung unter den heutigen Interpreten bei.

Weiterhin spielte sie in Hesperion XXI (Jordi Savall), Diego Fasolis u.A. Vor allem jedoch ist sie die Co-Leiterin des Ensembles La Morra, mit dem seit 2003 etliche preisgekrönte CD-Einspielungen entstanden.

 

Vivabiancaluna Biffi (Bergamo)

Vivabiancaluna Biffi (Bergamo)
Vivabiancaluna Biffi (Bergamo)

Vivabiancaluna Biffi studierte Komposition, Musikgeschichte und Violoncello in Bergamo, bevor sie sich dafür entschied, sich ganz auf Alte Musik zu fokussieren. Sie setzte ihre Studien an der Schola Cantorum Basiliensis fort, und erhielt dort Diplome in Streichinstrumenten des Mittelalters und der Renaissance (viella, viola d'arco, renaissance-Gambe) sowie Gesang. Ihre Lehrer waren Randall Cook, Richard Levitt und Dominique Vellard. Auch entwickelte sie in dieser Zeit ihre charakteristische Musizierweise für Musik vor 1600: Sie begleitet sich selbst zu ihrem Gesang auf Streichinstrumenten, und belebt damit eine historisch verbreitete Praxis, die heute nur sehr wenig praktiziert wird, wieder. Dass diese Praxis eng mit der Improvisation verknüpft ist, liegt auf der Hand.

Sie trat mit einigen führenden eurpäischen Alte-Musik-Ensembles auf, wie Alla francesca, Pierre Hamon, Marc Mauillon, Hespèrion XXI, Tasto Solo, Les Flamboyants, Ensemble Peregrina und La Morra. CD-Einspielungen machte sie unter anderem für die Labels Zig-Zag Territories, Eloquentia, Empreinte Digital und Raumklang.

 

Annegret Fischer (Gifhorn)

Annegret Fischer (Gifhorn)
Annegret Fischer (Gifhorn)

Annegret Fischer studierte Schulmusik, Anglistik und Blockflöte und erspielte sich ihr künstlerisches Diplom an der HfM „Franz Liszt“ Weimar bei Myriam Eichberger. Erfahrungen mit Tanzmusik, internationalem Folk und historischer Improvisation gewann sie als Blockflötistin der Folkband „Fork & Fiddle“ und mit dem Ensemble „The Playfords“, dessen Gründungsmitglied sie ist. Sie ist auch Initiatorin der AlteMusikJamSession und improvisiert gelegentlich mit Martin Erhardt im Ensemble „All’Improvviso“. Annegret unterrichtet am liebsten das, was sie am liebsten spielt: Blockflöte, historische Improvisation, Tanz- und Folkmusik. In der Spielzeit 2014/2015 spielte sie am Deutschen Nationaltheater Weimar in der Kinderoper „Wüstenwind“ von Selim Doğru.

 

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